28.02.2012

BITKOM gibt Tipps zum App-Einsatz rund ums eigene Fahrzeug

Oft genügt ein kleines Stück Software – die so genannte App – um ein Handy zur Fahrplanauskunft, zur Taschenlampe oder zum Babyphone zu machen. BITKOM stellt in loser Folge besonders nützliche und interessante Anwendungen vor. Heute: Apps für Autofahrer.

„Gerade für Autofahrer gibt es viele Apps, die bei der Reiseplanung helfen oder wertvolle Infos für Notfälle bieten“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Zur Navigation und in der Verkehrssteuerung haben Apps auch für die Zukunft hohes Potenzial. Immer mehr Autohersteller binden Smartphones und Apps in die werksseitigen Multimedia-Systeme Ihres Wagens ein.“

Schon jetzt gibt es für Autofahrer eine Vielzahl interessanter Programme:

Tanken

Bei der Suche nach günstigen Tankstellen in der Umgebung helfen Apps weiter. Beispiele sind „Clever tanken“, „Mehr tanken“ und „Tankcheck“. Sie decken mit Android und iOS gleich zwei Handy-Betriebssysteme ab. Es gibt weitere Programme, die speziell auf eine Software-Plattform zugeschnitten sind. Häufig werden die Benzinpreise von engagierten Nutzern beobachtet und in die Datenbanken eingetragen. Wer nicht weiß, ob sein Auto den neuen E10-Sprit verträgt, kann sich zudem die App „E10 Info“ herunterladen.

Parken

Das Auto geparkt und den Parkplatz vergessen? Mit Apps wie „Bring me back“ oder „Takemetomycar“ gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Nutzer können beim Abstellen des Autos ihre aktuelle Position speichern, und mit Hilfe der GPS-Position lotst die App sie später zurück.

Mitfahrer finden

Mehrere Plattformen für Mitfahrgelegenheiten bieten inzwischen Handy-Apps an. So lassen sich Fahrten auch von unterwegs bequem anbieten und verwalten. Zu den einschlägigen Apps zählen – unter anderen – die Angebote von Mitfahrgelegenheit.de und Flinc. Bei der Flinc-Variante können sich Autofahrer sogar während der Fahrt potenzielle Mitfahrer entlang ihrer Route vorschlagen lassen.

Verkehrsverstöße vermeiden

Kaum eine Überraschung – es gibt auch Radarwarner als Handy-Apps. Dabei geben Nutzer die Standorte von Blitzern ein, um andere zu warnen. Der Einsatz während der Fahrt ist aber verboten, es drohen 75 Euro Strafe und vier Punkte in Flensburg. Rechtlich unklar ist, ob ein Beifahrer die App auf seinem Handy nutzen und den Fahrer warnen darf. Solche Apps heißen unter anderem „Blitzer.de“, „RadAlert“ und „Trapster.com“. Wer schon geblitzt wurde, findet ebenfalls nützliche Apps – mit Infos zum mutmaßlichen Bußgeld. Ein Beispiel ist das Programm „Bußgeldrechner“.

Navigieren

Die Navigationssoftware zahlreicher Anbieter ist auch als Smartphone-App erhältlich. Fürs Auto optimierte Navi-Programme der führenden Hersteller sind aufgrund des speziellen Kartenmaterials allerdings teurer als viele sonstige Apps. Wer Geld sparen will, kann ein so genanntes Offline-Kartenprogramm wie „City Maps 2 Go“, „NavFree“ oder „Skobbler“ nutzen. Dabei wird die gewünschte Route schon zu Hause gespeichert.

Stau umfahren

Auch bei Staumelder-Apps haben Autofahrer die Wahl zwischen mehreren Programmen wie etwa „Staulive“ oder „Stau Mobil“. Aktuelle Verkehrsmeldungen werden dort nach Autobahnen sortiert angezeigt. Teilweise kann man die Meldungen filtern und sich nur Warnungen anzeigen lassen, die eine bestimmte Region oder Route betreffen.

Notfall-Infos

Eine Sammlung der wichtigsten Notfall-Informationen und Telefonnummern – auch das ist als App erhältlich. Mehrere Autohersteller und Kfz-Versicherungen bieten ihren Kunden entsprechende Programme an. Sie nennen etwa die nächste Werkstatt, geben Verhaltens-Tipps für Unfälle oder haben eine Checkliste zur Reisevorbereitung integriert. (JS)

Allgemeiner Hinweis:

In diesem Text werden Apps für unterschiedliche Handy-Betriebssysteme genannt. Nutzer sollten zunächst prüfen, welche Apps für ihr System zur Verfügung stehen. Die Online-Marktplätze für Apps lassen sich auch nach entsprechenden Schlagworten (z.B. „tanken“, „Mitfahrgelegenheit“, „Stau“) durchsuchen, um mehr Angebote zu erhalten. Die in diesem BITKOM-Tipp genannten Produkte sind Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Mit der Nennung ist keine bevorzugte  Empfehlung gegenüber etwaigen anderen Angeboten verbunden.

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