24.11.2010
Bankberatung nicht immer kundengerecht
Bildquelle: Postbank
Das Handelsblatt hat den Beratungsservice von Deutsche Bank und Postbank verglichen. Angelegt werden sollten 50.000 Euro. Ergebnis des Selbstversuchs: Der Berater der Deutschen Bank ging besser auf die Kundenbedürfnisse ein.
Zwei Redakteure besuchten eine Filiale der Deutschen Bank und ein Postbank-Finanzcenter. Sie gaben jeweils vor, 50.000 Euro aus einer Erbschaft anlegen zu wollen. Ziele seien "hohe Zinsen, wenig Risiko und schnelle Verfügbarkeit". Der Kundenberater der Deutschen Bank riet von Festgeld ab und informierte die Redakteurin über verschiedene Investmentformen bis hin zu Gold. Nach einer Stunde wurde ihr eine "dicke Anlage-Broschüre" überreicht. "Damit wir das nächste Mal über einzelne Papiere sprechen können", so der Berater.
Der Kundenbetreuer der Postbank verwies indes den anderen Redakteur auf das Risiko von alternativen Anlageformen gegenüber dem Sparbuch. Schließlich empfahl er eine Sofortrente, die bis ans Lebensende 110 Euro auszahle. Sollte der Kunde später mal über Anschaffungen wie ein Auto nachdenken, könne er doch zusätzlich einen Kredit abschließen. (NK)