07.12.2010
Auto-Branche fährt Kundenrabatte zurück
Bildquelle: ATU
Weil der Verkauf wieder läuft, gibt es deutlich weniger Rabatte beim Neuwagenkauf als in den zurückliegenden Krisenmonaten. "Die Zeit der ganz großen Schnäppchen ist erst einmal vorbei", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Automobil-Experte an der Universität Duisburg-Essen.
Bei den Sonderaktionen der Autohersteller war im November im Durchschnitt noch ein Preisnachlass von 11 % drin. "Es ist damit zu rechnen, dass die Rabatte im kommenden Jahr weiter sinken", sagt Dudenhöffer. "Gründe dafür sind die gute Konjunktur und die weitere Abschwächung der Vorzieheffekte der Abwrackprämie." Der deutsche Automarkt ist nach dem Krisenjahr 2009 im internationalen Vergleich nur langsam in Fahrt gekommen. Mit kräftigen Preisnachlässen versuchten Hersteller und Händler, einen massiven Absatzeinbruch nach dem Auslaufen der Abwrackprämie zu verhindern. Trotz eines allgemeinen Rückgangs des Rabattniveaus im letzten Monat sind die Straßenpreise noch weit von den Listenpreisen entfernt. Zurzeit gibt es bei Internet-Vermittlern im Durchschnitt 15,7 % Rabatt für die 25 meistverkauften Neuwagenmodelle.
Import-Autos günstiger
Die deutschen Hersteller halten sich zurück. Doch Importeure versuchen nach wie vor, ihren Marktanteil durch günstige Preise zu erhalten. Für den Nissan Micra, den C1 und C3 von Citroen, den Peugeot 308 und den Honda Civic werden weiterhin Kundenvorteile von etwa 30 % angeboten. Aus Deutschland sind die "Limited"-Ausgaben von Opel Corsa und Opel Astra interessant. Die Preise für die Sondereditionen liegen unterhalb der Standard-Listen-Einstiegspreise. Den größten Rabatt in absoluten Zahlen gibt es allerdings in der Oberklasse. Jaguar bietet den luxuriösen XK mit einem Leasingvertrag über 36 Monaten an. Dabei ergibt sich ein rechnerischer Preisvorteil von 25.320 Euro. (Stern.de/NK)