21.09.2011

Social, Mobile, Local: Der Konsument der Zukunft

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©Gerd Altmann / PIXELIO

„Die Zukunft des Handels liegt in der Überwindung des Denkens in einzelnen Vertriebskanälen. Sinnvoll verzahnte Multi-Channel-Strategien werden zum zentralen Erfolgsfaktor", so fasste Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln das 20. ECC-Forum zum Thema Social, Mobile, Local: So mobilisert der Kunde den Laden zusammen.

Das Forum, das am 15. September im Kölner Radisson Blu Hotel stattfand, hat gezeigt, dass zukünftig nur eine Multi-Channel-Strategie, die Social und Mobile Commerce integriert, bei der Kundenansprache zum Erfolg führen wird.

E = Everywhere Commerce

Gleich zu Beginn des Tages sorgte Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce beim BVDW, in seiner Keynote für eine Neubewertung des Begriffs E-Commerce. Der klassische Kunde sei nicht mehr nur über einen bestimmten Kommunikationskanal zu erreichen. Vielmehr befinde er sich in einer interaktiven „Informationswolke", die sowohl in der realen als auch in der digitalen Welt und über alle Devices hinweg präsent sei. Das neue Paradigma des Multi-Channel-Handels müsse daher „Everywhere Commerce" lauten. Auch Frank Horn von Henkel stellte in seinem Vortrag zum Themenbereich Social die Interaktion zwischen Marke und Konsumenten in den Vordergrund. Erfolgsentscheidend sei „permission marketing". Unternehmen seien auch im Netz gefordert dem potenziellen Kunden zuzuhören, um relevanten und authentischen (Marketing-)Inhalt generieren zu können.

Dank Mobile mehr Local Umsatz

Die notwendige enge Verzahnung der unterschiedlichen Vertriebskanäle stand auch bei den weiteren Vorträgen im Vordergrund. Die Verbreitung internetfähiger Smartphones nimmt nach wie vor rapide zu und die Zahl der verkauften Geräte wird laut BITKOM noch in diesem Jahr auf über 10 Millionen steigen. Hinzu kommt die Attraktivität der Zielgruppe: Smartphone User sind in der Regel zwischen neun und 39 Jahre alt und verfügen in ihrer Altersgruppe über ein vergleichsweise hohes Einkommen. Hier setzen mobile Anwendungen wie Mobile Couponing an. Digitale Rabattcoupons setzen Kaufimpulse für den stationären Handel und über eine integrierte Routennavigation können auch 1B- und 2B-Lagen profitieren. Darüber hinaus weicht das Handy die beschränkte Anzahl an Einkaufsstätten weiter auf. Andrea Anderheggen, CEO von shopgate, rief in seinem Vortrag dazu auf, keine Werbeanzeige ohne mobile Kaufoption mehr zu drucken. Potenziell jede Werbefläche und jedes Schaufenster könne mithilfe mobiler Anwendungen als Point of Sale genutzt werden.
Am Ende des Tages waren sich jedoch die meisten Teilnehmer einig, das Social, Mobile und Local nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, sondern je nach Zielgruppe in eine kanalübergreifende Vertriebsstrategie eingebettet werden müssen.(PS)

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen und Impressionen des 20. ECC-Forum finden Sie unter www.eccforum.de

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